Trends: London im Winter – traditionell und edgy

Trends: London im Winter – traditionell und edgy

Wer kein Modemuffel ist, der muss London einfach lieben. Die Stadt ist in Sachen Fashion einfach eine Weltmetropole. London war aber nicht nur Weltmetropole für die Mode allein. Die besondere Geschichte der Insulaner und eine spezielle multikulturelle Erfahrung bereichen das Leben dort in allen Facetten. Egal ob Musik, Kunst oder Architektur, die Briten und speziell die Londoner besitzen eine solch breite Palette an kulturellen Einflüssen, von denen sie profitieren können, dass es außer New York wohl keine andere Stadt schafft, ein passendes Pendant darzustellen. London ist ein Meltin Pot der unterschiedlichen Herkünfte und Ideen – das macht die Mode so unendlich kreativ. Nirgendwo gibt es so viele junge Labels wie in der englischen Hauptstadt, nirgendwo findet man so viele Modeschulen, wie in dieser Stadt. Das ist der andere gewichtige Grund für den modischen Erfolg der Stadt, sie verbindet traditionelles Handwerk mit erstaunlicher Offenheit gegenüber fremden Eindrücken und Ideen.

Das Klima der Offenheit ist wichtig, nicht nur für die Mode, aber für die gesamte Kultur, die von der Mode auf spezielle Weise repräsentiert wird. Diese Atmosphäre, die die Möglichkeit der Rebellion lässt, hat nicht nur englischen Musikern den Weg an die Spitze der Welt bereitet, sondern auch der Fashion. Designer wie Alexander McQueen und Vivianne Westwood waren Querköpfe, unangepasste, vielleicht sogar Punks – wenn man gleich mal bei einer anderen englischen Subkultur bleiben will. Und dennoch, Designer wie Westwood und Alexander Mcqueen haben nicht einfach drauf los kreiert. Ähnlich wie viele kreative, aufmüpfige Modeschöpfer, haben sie erst einmal das Handwerk der Schneiderkunst gelernt. Die traditionellen englischen Herrenschneider sind ideal um Techniken zu erlernen und die Grundlagen des Überlebens im harten Modebetrieb zu verinnerlichen. Was wir diesen Winter in den Straßen Londons zu sehen bekommen, ist nichts anderes als die Vermischung und Neukombination von eben all jenen Einflüssen, die wir gerade beschrieben haben: englische Modetradition, jugendlicher Aufruhr, der Einfluss der Ferne und die Liebe zum Handwerk. Leider können wir hier natürlich nur einige Nischen der Londoner Mode ausleuchten, es gibt schließlich zu viele Trends und Looks, als dass man sie alle betrachten könnte.

Ein Look, der auf Londons Straßen im Winter 2012 total angesagt ist, ist die Punk-Prinzessin. Dabei werden Elemente wie Lederjacken einfach über kurze drapierte Kleider gezogen. Die Kleider sind super mädchenhaft. Verspielte Stickereien, Rüschen und Applikationen bringen das ganz klar zum Ausdruck. Farblich  könnten die Kleider absolut exzentrisch sein oder helle Prints und Muster besitzen. Die Must-Have Accessoires sind hierfür passende Schals und Mützen. Der Look ist super provokant, aber auch so feminin, dass sich viele Männer direkt darin verlieben werden. Wer es eleganter und etwas seriöser mag, der wird sich an den Londonerinnen erfreuen können, die Lederhosen oder Röcke mit kurzen Pelz- und Felljacken kombinieren. Wem das zu gewalttätig ist, kann natürlich einfach auf Fake-Fur zurückgreifen. Burberry hat auch  für diesen Winter wieder Mäntel und Trenchcoats entworfen, die Frauenherzen höher schlagen lassen. Was etwas aus der Rolle fällt und sicherlich nicht jedem gefällt, sind die oversized Jacken und Mäntel, die man dieses Jahr nicht nur in London auf die Augen bekommt. Zusammen mit langen, dicken Schals kann man schon einen Look erkennen, allerdings scheint mir das alles zu wenig auf Proportionen zu achten. Es sieht unförmig aus und verhängt Frauen einfach nur. Sicherlich ist der Look total warm und gemütlich, reicht stilistisch aber wohl nur für den Gang ins Pub oder den kleinen Gang zum Supermarkt. Nichtsdestotrotz bleibt es natürlich Geschmackssache, was Frau trägt. Super schockierend ist diesen Winter der Pink-Look. Pinke Kleider, Shirts oder Hosen werden mit schwarzen Mänteln und Jacken kombiniert – super frech und ein echter Hingucker.

Bei den Taschen sind weiterhin viele Hipster Bags – oder auch Stoffbeutel – auf den Straßen unterwegs. Dabei sind die Taschen auch um einiges kleiner geworden, was man beim britischen Luxuslabel Jimmy Choo erkennen kann. Auf Fashionette sind die Stücke erhältlich.

Man könnte noch so viel mehr über die wunderbare Stadt an der Themse schreiben, modisch gibt es so viel zu entdecken, dass man sich schon jetzt wünscht, im nächsten Winter wieder da zu sein.

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