Louis Vuitton Keepall – einer der besten Weekender aller Zeiten

Es gibt viele Statussymbole, die sich im Laufe der Jahre herausgeprägt haben. Dazu gehören zum Beispiel die Uhren von Rolex. Die Schweizer Uhrenmarke steht wie keine andere für Luxus, Perfektion und Qualität. Wer eine Rolex hat, von dem sagt man, er hätte es im Leben „geschafft“. Natürlich gibt es noch andere Uhrenhersteller in diesem Segment, die nicht selten noch exklusivere Modelle produzieren. Dennoch gilt Rolex als Marktführer und steht stellvertretend für den Bereich Chronographen. Auch in anderen Gebieten gibt es bestimmte Marktführer, meistens solche, die dieses am ehrwürdigsten vertreten. So denkt man schnell an das iPhone, sobald die Rede von Smartphones ist. Wenn man an dem Polosport denkt und passende Marken sucht, kommt man an Polo by Ralph Lauren nicht vorbei.

Die Wahrung der eigenen Werte durch den juristischen Vorschlaghammer

Auch bei luxuriösem Reisegepäck trifft dies zu. Kaum ein Mensch mit gewissen Markenkenntnissen würde hier an ein anderes Label denken als Louis Vuitton. Kein Wunder, denn die französische Traditionsmarke ist stets gewillt, diesen hohen Rang aufrecht zu erhalten und die Markenphilosophie streng einzuhalten. Dabei sind alle Mittel recht. Louis Vuitton schreckt nicht davor zurück, sofort den Rechtsweg einzuschlagen, wenn Personen oder Organisationen gegen ihr Urheberrecht verstoßen. Sogar Stars, die in ihren Musikvideos eine Tasche des Labels präsentieren, was ja eigentlich eine gute Werbung darstellt, werden verklagt. Selbst Warner Bros wurde wegen einem Louis Vuitton Imitat in dem Kassenschlager Hangover 2 von dem rechtskräftigen Rundumschlag nicht verschont. Auch Britney Spears und Rick Ross haben schon Bekanntschaft mit der Rechtsabteilung des Konzerns machen müssen. Dabei setzt das Label auf eine hervorragende Strategie: es gibt keine Louis Vuitton Lizenznehmer. Auch das Unternehmen an sich ist kein Franchise Unternehmen. An den besten Adressen der Großstädte werden ausschließlich Flagship-Stores eröffnet. Der Erfolg gibt dem Label Recht.

Das Traditionslabel heute – noch immer der Marktführer für luxuriöses Reisegepäck

Doch zurück zum Reisegepäck. Natürlich gibt es auch weitere große Unternehmen, die sich mit Louis Vuitton messen können. In den Achtzigern und Neunzigern kam die Marke MCM auf, welche ebenfalls hochwertige Gepäckstücke produzierte und für eine kurze Zeit dem französischen Label den Rang ablief. Michael Cromer führte sein Label „Moderne Creation München“, welches er 1976 gründete, zu internationalem Erfolg. Auf dem Höhepunkt der Markengeschichte eröffnete Cromer eine Boutique im Herzen Paris und übertrumpfte kurzzeitig die Marke Louis Vuitton. Als 1996 der Absturz vom MCM folgte, war Louis Vuitton erneut Alleinherrscher auf dem Gebiet der Gepäckproduktion. Dies hat sich bis zum heutigen Tage nicht geändert. Auch Traditionslabels wie E. Goyard und Gucci können nicht die selbe Exklusivität aufweisen. Auch MCM wird noch eine Weile brauchen, um sich von der Firmenpleite zu erholen.

Variation in der Taschen-Produktion

Als Louis Vuitton Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts mit der Produktion von Gepäckstücken begann, ging es vor allem um die Fertigung für Menschen der höchsten Einkommensklassen. Dazu gehörten Königshäuser, Fürsten und Maharadschas. Die viereckigen Koffer, auch „Trunks“ genannt, galten als praktisch und revolutionär, da man sie wunderbar aufeinander stapeln konnte. Zudem wurden sie mit dem Monogram Canvas versehen, was dem Betrachter sofort die Marke offenbarte. Doch neben Koffern kam es auch verstärkt zur Produktion von Kleinlederwaren und Seesäcken. Dabei wurde vor allem ein ganz bestimmtes Modell bekannt: die Keepall.

Was ist eine Keepall?

Die Bezeichnungen für diese Art von Tasche sind sehr vielfältig. Amerikanische Rapper nennen sie „Duffle Bag“, Segler „Seesack“ und normale Modefans sehen in der Keepall eine Reisetasche. Die Fachbezeichnung hingegen ist Weekender. Übrigens: man spricht Keepall nach französischem Vorbild aus, also wie man es liest, und nicht wie die englischen Wörter „keep all“. Das Modell gibt es in vier verschiedenen Größen. Die Kleinste von ihnen ist die Keepall 45. Sie wird vor allem von Frauen getragen, da sie zudem auch leichter ist, als ihre großen Geschwister. Hinzu kommen die Keepall 50, die Keepall 55 und die größte Tasche Keepall 60. Über die Jahrzehnte hat sich die Keepall zu einem legendären Weekender etabliert und wird auch dementsprechend in vielen verschiedenen Varianten angeboten. Nicht selten kommen auch limitierte Auflagen in die Boutiquen, wie die Louis Vuitton Keepall Graffiti oder die Keepall Multicolor. Im Jahr 2009, als Kanye West den Creative Director Marc Jacobs als Co-Designer unterstützte und seine eigenen Einflüssen mit einbrachte, kam die Keepall Camouflage mit einer kleinen Auflage in bestimmte Boutiquen. Bekannte R’n’B-Größen wie The Dream und Pharrell schwören auf diese seltenen Modelle.

Welche Keepall Formen sind erhältlich?

Konzentrieren wir uns aber zunächst auf die Klassiker. Die Keepall wird generell aus hochwertigem Canvas gefertigt. Es gibt sie auch aus Leder. Dies sind aber eher Einzelstücke, die sich auch preislich sehr von den Standart-Modellen abheben. Das Canvas wird dann mit den Louis Vuitton typischen Mustern versehen. Die bekanntesten sind wohl: Damier Canvas, Monogram Canvas, Monogram Macassar und Damier Graphite. Auch das Damier Azur taucht in einigen Taschenmodellen auf. Jedes Canvas kann was! Der Preisrahmen geht weit auseinander. Das günstigste Modell ist die Keepall 45 ohne Schultergurt für 760 Euro. Die Preise steigen dann proportional zur Größe, Materialart und Ausstattung. Das teuerste Basic-Modell ist wohl die Keepall 55 Waterproof für 1740 Euro. Hier handelt es sich um eine völlig wasserdichte Keepall, die auch unter schlechtesten Bedingungen und völlig in Salzwasser getaucht das Innenleben trocken hält. Alle Leder-Elemente wurden hier durch robusten schwarzen Silikon ausgetauscht. Sie ähnelt trotzdem ihrem Vorbild, der Keepall 55 Monogram Macassar – auch sie besitzt zwei Ledergriffe, einen abnehmbaren Adressanhänger, einen Doppelreisverschluss und einen praktischen Schultergurt, mit der das Stück leicht über der Schulter zu tragen ist. Auch sie besitzt die Maße 55 x 31 x 24. Die Beschläge sind hier hingegen aus Messing und Zamak (Zinklegierung). Völlig verschlossen ist sie sogar luftundurchlässig. Sean Connery wurde eigens dafür als Werbefigur eingesetzt und posierte für das Editorial lässig auf einem Steg, mit der wasserdichten Keepall 55 neben sich.

Markenimage durch internationale Größen als Testimonials

Kaum ein Label versteht es so gut wie Louis Vuitton, passende Markenbotschafter zu finden. In den letzten Jahren waren es unter anderem Bono, Sean Connery, Angelina Jolie, Zinedine Zidan, Pele, Diego Maradona, sowie zahlreiche Künstler und sogar den damaligen russischen Präsidenten Michael Gorbatschow. Wer noch kein Besitzer einer Keepall ist, sollte sich im Louis Vuitton Online Store, einer der glamourösen Boutiquen die Modelle ansehen oder auf Designer-Damentaschen.de zu einer Alternative anderer Handtaschen Luxuslabels greifen.

Ein Gedanke zu „Louis Vuitton Keepall – einer der besten Weekender aller Zeiten

  • 3. Februar 2012 um 11:50
    Permalink

    Echt heftig, wie die bei LV Imagepflege abgehen, um Exklusivität zu wahren… habe auch bis jetzt in keinem außer dem offiziellen Louis Vuitton Online Shop etwas von Louis Vuitton gefunden… aber es stimmt, sie sind nochmal auf einem anderen Level als Gucci und co.

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