Winter Military Taschen – „wear cool bags not weapons“

Winter Military Taschen – "wear cool bags not weapons"

Stillgestanden! Der Military Look ruft zur Inspektion. Vielleicht ist das dem einen oder anderen ja zu abgedroschen, aber dieser Stil ist zeitlos. Militärkleidung gehört wohl zu den ältesten und ausgeklügeltesten Modestilen dieser Welt. Der Geschichte nach entstand Militärkleidung in jeder Gesellschaft auf eine etwas andere Art. Das lag vor allem daran, dass Military Look immer auch Uniform-Look war. Jedes Land hatte seine eigene Uniform und eigene spezifische Symbole, die einzigartig waren damit die Uniform Wiederkennungsmerkmale aufwies und so der jeweiligen Truppe zugeordnet werden konnte. Verschiedene Abzeichen für Rang und Kompanie mussten sichtbar sein, um den einfachen Soldaten vom Offizier unterscheiden zu können. Ganz davon abgesehen gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Kampfuniform und Paradeuniform.

Auch die geografische Lage des Landes hatte Einfluss auf die Uniformen, mal waren sie dünner mal dicker, einige Mäntel nur sporadisch für den Wintereinsatz fähig, andere hingegen aus dickem Filz. Der Military Look ist im Gegensatz zu anderen Looks sehr komplett, da er einer immer operationsfähigen Truppe dienen musste. Aber gut, damals, in der Zeit der großen Kriege, da machte sich noch keiner wirklich Gedanken um den Look seiner Kleidung. Das ist heute anders. Immer mehr Versatzstücke von Uniformen finden ihren Weg auf die Laufstege dieser Erde. Immer häufiger tragen Celebrities das Olivegrün der Kampfmontoren oder verschiedene Tarnfarben. Allen voran eroberten Kleider im Navygrün die roten Teppiche dieser Welt. Mal mit Gürtel oder der passenden Clutch, sind sie total sexy und vermitteln doch die Botschaft: Was du hier siehst, Junge, das wirst du nicht im Kriegsgebiet vor die Augen bekommen.

Die Zivilmachung der Armeemode ist gleichzeitig ein pazifistischer Einwand. Stylische Armeehemden, die in Vietnam noch jeden Moskito angezogen haben, lassen sich heute super zu kurzen Blusen und Hotpants tragen. Auch über dem Kleid, mit kleiner Umhängetasche und schwarzem Hut, bilden sie einen wundervollen Kontrast, der jugendlich, aufrührerisch und zugleich von Eleganz zeugt. Wer nicht gerade im Schützengraben lag oder an der Frontlinie um sein Leben fürchten musste, der war, sofern es die Armee anging, wohl im Planungsstab und in den Offiziershaupquartieren zu finden. Offiziersjacken, mit Stickereien und doppeltem oder dreifachen Knopflöchern begeistern heute in Kombination mit weißen T-Shirts, Jeans und T-Pumps. Auch die dicken Wintermäntel der Armeen sind im Winter praktisch, haben sie doch einen Kragen, der heutzutage aus edelstem Fell sein darf. Darunter ein kurzes Kleid und hohe Schuhe und der abgerundete Look ist perfekt.

Winter Military Taschen – "wear cool bags not weapons"

Stilikonen wie Beyonce, Victoria Beckham, Cheryl Cole und Drew Barrymore frönen diesem Style. Die Vielseitigkeit des Military Look ist sicher auf die sich wandelnden Anforderungen im Kampf zurückzuführen. Es ist schwer zu glauben, dass es ein Revival der aktuellen Kampfuniformen in ziviler Spielart geben wird. Dafür sind sie schlichtweg zu schwer und praktisch ausgerichtet. Der Military Look speist sich heute vor allem aus alten Uniform-Vorbildern. Military-Bags fanden in der zivilen Mode einen ähnlich breiten Eingang wie es bei anderen Uniform-Kleidungsstücken der Fall war. Die Tactical Bags, in denen sich Munition, Granaten oder lebenswichtiges Verbandsmaterial befand, leisten heute ihren Einsatz in der Fußgängerzone.

Mal komplett aus Baumwolle, mal mit Lack, bilden sie einen tollen Kontrast zum Kleid, können aber auch hervorragend zu Jeans getragen werden. Besonders die Punkmode hat sich diesen Taschen angenommen und auch die Liebhaber des Gothic-Styles arbeiten mit diesen Accessoires. Unterdessen gibt es sogar Clutches im Tarn-Look. Auf die kleine Börse passen natürlich auch Abzeichen und Patches. Die breite Masse wird beipflichten, dass der Military Look keine Militarisierung der Mode ist, sondern deren Zivilisierung. Mir persönlich ist es lieber, den Armyparka auf der Flaniermeile zu sichten, als aus einem Schützenloch.

Schau am besten auch mal zu Wardow. Vielleicht findest du hier noch ein paar Handtaschen im Militär-Look.

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