Welche Tierfelle werden für Pelztaschen verwendet? Teil 2

Gestern haben wir euch bereits von den Pelztieren Biber, Blaufuchs und Coyote berichtet. Diese drei sind schon sehr bekannte Tiere, die gerne zu Pelzen verarbeitet werden. Dabei sind die populärsten noch nicht genannt. Hier folgen nun die anderen Pelztiere, welche die edlen Pelztaschen, Jacken, Kragen und Kapuzen zieren:

Finnraccoon

Bei diesem eigenartig klingenden Tier handelt es sich um einen Marderhund oder See-Fuchs. Dieses mittelgroße Tier besitzt langes Fell im beige-grauen Farbton. Dieses ähnelt dem Waschbär und entspringt der exklusiven Farmhaltung aus Finnland. Auch die Chinesen bieten den Pelz dieses Tieres an. Jedoch sind die Haltungsbedingungen sehr umstritten. Nahezu 80% der Pelze der großen Designer sind Finnraccoon. Viele verkaufen ihn aus Marketing-Gründen als Coyote oder Waschbär.

Fuchs

Rotfüchse gibt es auf allen Kontinenten der Erde. Dabei ist er überall als Räuber und „Gänsejäger“ bekannt. In manchen Gebieten – zum Beispiel Australien – ist er sogar zur Landplage geworden, da seine natürlichen Feinde fehlen. Auch durch das Übertragen von Seuchen und Tollwut wird er verstärkt gejagt. Vor allem in der Vergangenheit wurden Füchse oft zur Pelzverarbeitung verwendet. Fuchsschwänze waren heiß begehrt. Heute sind vor allem Blaufuchs und Silberfuchs hinzugekommen. Der Rotfuchs ist jedoch ein Wildtier und die anderen entspringen vorrangig der Farmhaltung.

Hermelin

Als Hermelin bezeichnet man das schöne weiße Winterfell des großen Wiesels. Bereits seit dem frühen Mittelalter ist der Hermelin Pelz der Könige, Kaiser und Päpste. Noch heute trägt der Papst an seinem Mantel Hermelin Verzierungen. Dabei wird der Pelz heute nur noch selten verarbeitet. Charakteristisch sind die schwarzen Schweifspitzen des Tiers.

Nerz

Dieser Name sollte wohl jedem Modekenner ein Begriff sein. Der Nerz wird in sehr streng kontrollierten Farmen im nordamerikanischen Mink gezüchtet. Der europäische Wildnerz lebt hingegen frei in der Natur. Besonders exklusiv und teuer sind die Züchtungen mit sehr kurzem Oberhaar. Dabei gibt es auch verschiedene Qualitätsbezeichnungen: Kopenhagen Fur, Saga Fur und Blackglama Fur gehören dazu. Vor allem in den 20er bis 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Verarbeitung von Nerzen sehr weit verbreitet. Mittlerweile sind die Pelze eher seltener geworden.

Nutria

Das Fell vom Sumpfbiber bezeichnet man als Nutria. In Nordamerika hat sich das Tier sehr stark ausgebreitet, da die natürlichen Feinde fehlen. Die Sumpfbiber leben sehr gerne in Fluss-Deltas, wo sie sich niederlassen. Die Vielzahl der Tiere richtet hier einen großen Schaden an der Flora an, da sie Flüsse unkontrolliert stauen und andere Gebiete trocken legen. Der Nutria hat ein sehr starkes und starres Haar Deckhaar, jedoch sehr flauschiges Unterhaar. Aus diesem Grund wird er oft geschoren oder gerupft.

Waschbär

Der Waschbär ist ein sehr niedliches und von Kindern geliebtes Tier. Er sieht sehr knuffig aus, ist auf der nördlichen Welthalbkugel jedoch zu einer echten Plage geworden. Der Grund ist vor allem, dass der Waschbär kaum natürliche Feinde hat. Vor allem Amerika und Europa sind davon sehr stark betroffen. Aus diesem Grund werden die Tiere stark gejagt. Sie würden sonst das Ökosystem gefährden. Auch in den Innenstädten findet man immer mehr Waschbären. Das Langhaarfell des Waschbären wird sehr oft verarbeitet und gilt als toller Besatz für Pelzkapuzen und Winterjacken. Auch einige Pelztaschen werden mit Waschbär besetzt.

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