Leder Tasche pflegen und aufpolieren – Teil 2

Gestern haben wir euch bereits berichtet, dass man seine alte Taschen mit geringem Aufwand wieder zu altem Glanz verhelfen kann. Dafür braucht man nur diesen zweiteiligen Leitfaden, sowie ein paar Mittelchen. Wir erklären euch Stück für Stück worauf es beim Leder-Refresh ankommt. Gestern habt ihr bereits erfahren, dass man anfangs das Leder reinigen und anschließend entfetten muss. Heute erfahrt ihr die nächsten Schritte:

3. Raue Flächen glatt Schleifen

Dieser Schritt ist besonders wichtig. Grund dafür ist, dass bei Leder, wo die Farbe zu bröseln beginnt, Unebenheiten auftreten. Um das Leder nachher erneut einzufärben, ist es jedoch wichtig, dass es vorher in einen idealen Zustand versetzt wird. Andernfalls würden die Unebenheiten später sichtbar werden und das Leder würde sich anstatt glatt, wellig anfühlen. Dadurch erkennt man gleich, dass das Leder bloß gefärbt ist. Dafür benötigt man sehr feines Schleifpapier. In einer kreisförmigen Bewegung schleift man nun die Farbe an den betroffenen Stellen an – nicht ab. Die Farbe sollte hier nicht runter geschliffen werden. Es geht lediglich darum, eine glatte und offene Oberfläche zu schaffen, auf dem die Farbe später aufgetragen werden kann und wo sie auch gut einziehen und trocknen kann.

4. Die Farbe auffrischen

Nun sollte man sich „Leder-Refresh“ kaufen. Achtung: dieses sollte auf jeden Fall die selbe Farbe besitzen, wie die Tasche selbst. Dieses ist in etwa mit Schuhcreme zu vergleichen. Zum Auftragen und „einmassieren“ benötigt man einen feinen Schwamm. Die Creme (Paste oder Schaum) wird nun auf das Schwämmchen aufgetragen. Damit wird die Farbe nun in das Leder einmassiert. Wichtig ist auch hier, dass die Farbe auf den Schwamm gegeben wird. So kann man besser dosieren. Wenn man sie direkt auf das Leder gibt, kann die Farbe schnell verlaufen oder es entstehen Unebenheiten. Mit einer kreisförmigen Bewegung massiert man das Leder-Refresh nun ein.

Dabei sollten sich alle Ritzen und Spalten mit Farbe füllen. Am besten geht man mit dem Schwamm mehrfach über die betroffenen Stellen, um zu garantieren, dass sie wirklich gefärbt sind. Auch hier sollte man aufpassen: jede Stelle sollte gleich lang behandelt werden. Andernfalls könnte der Ton unterschiedlich wirken. Am Ende überprüft man noch einmal, dass keine Farbhügel entstanden sind. Dafür fährt man mit dem Schwamm mehrmals über die eingefärbten Stellen. Zwischendurch sollte man die Farbe trocken föhnen. Der Fön sollte jedoch etwas weiter weg gehalten werden und nicht auf der höchsten Stufe laufen. Zwischendurch fährt man mit dem Schwamm über die Stellen und überprüft auch, ob die Oberfläche wirklich glatt ist. Färben und Föhnen sollte auf jeden Fall mehrfach wiederholt werden.

5. Leder versiegeln

Nun ist die Farbe auf der Tasche. Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, werden die Farbe und das Leder nun versiegelt. Dafür kauft man sich Leder-Versieglung. Mit einem trockenen und glatten Tuch reibt man damit nun das Leder ein. Hier darf man sich nicht irritieren lassen, denn das aufgetragene Mittel bringt die Stellen etwas zum Glänzen. Die Versieglung ist sehr wichtig, um Verschleiß vorzubeugen.

6. Das Finish – Vor Alterung schützen

Hier kommt der letzte Schritt – der Lederschutz. Dafür kauft man sich ein weiteres Mittel: den „Leder-Protector“. Auch diesen trägt man auf ein trockenes und glattes Tuch auf und massiert ihn in das Leder ein.

Nun sollte eure alte beziehungsweise abgewetzte Tasche im neuen Glanz erstrahlen. Wir hoffen, dass wir euch ein wenig helfen konnten und wünschen euch viel Spaß mit der neuen, „alten“ Tasche.

 

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